12.-18. Juli - Ciao Bella - Bella Tschau - Eine Bairisch-Italienische Woche der GRÄGS mit Schmankerl aus Kunst und Küche

Dienstag, 13. Juli 2010
20.00 Uhr

Gemeindenbücherei Gräfelfing
im Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz
 

in Zusammenarbeit mit
der Gemeindebücherei
und den

GRÄGS
e.V.
(Gräfelfinger-Gelegenheits-Schreiber)




Hans-Herbert Holzamer




© Holzamer-Medien

Richter ohne Sühne

Lesung
anschließend:
Gespräch mit
Ettore Ghibellino
,
 (Weimar), dem italienischen Juristen, Autor und Literaturwissenschaftler

Münchner Merkur


D
er Journalist und Autor Hans-Herbert Holzamer (Gräfelfing) wird aus seinem 2010 erschienenen Buch „Richter ohne Sühne“ lesen und erzählen, wie er zu seinem Thema gekommen ist.

In München beginnt der Prozess gegen Josef Scheungraber, dem ein Kriegsverbrechen, das Massaker von Ende Juni 1944 an der Bevölkerung des Dorfes Falzano in der Toskana zum Vorwurf gemacht wird.

Mehrere Angehörige der Opfer sind im Gerichtssaal anwesend, sie fordern Sühne für die deutschen Kriegsverbrechen in Italien und Griechenland.

Innerhalb weniger Tage werden drei Richter ermordet. Aber wer ist für die Verbrechen verantwortlich? Es entspannt sich eine dramatische und von der Obrigkeit intensiv behinderte Suche nach den Mördern der Richter und eine tiefgehende Diskussion zwischen den vermeintlichen Tätern und den Kindern der ermordeten Richtern, zwischen den ermittelnden Beamten aus München, Rom und Athen, der beobachtenden Journalistin und den staatlichen Autoritäten über Sühne und Aussöhnung zwischen den beteiligten Ländern.

Der Roman »Richter ohne Sühne« greift reale historische Ereignisse auf und verknüpft sie mit einer spannenden Kriminalgeschichte,
deren Verwirrungen den Leser bis zum Schluss fesseln.
 

Hans-Herbert Holzamer über sich selbst:
Meine ersten veröffentlichten Zeilen schrieb ich als freier Mitarbeiter des Bonner Generalanzeigers. Das war, ich wurde am 6.11.1945 in Marburg/Lahn geboren, 1963 und zog sich hin bis in die Referendarzeit nach einem Studium der Rechtswissenschaft und der Politischen Wissenschaften in Bonn. Nachdem ich mich als Referent der UEDC, der Union Européenne Démocrate Chrétienne, um die ersten europäischen Direktwahlen und die Revolutionen in Spanien und Portugal zu kümmern hatte, schrieb ich weiter, als Redakteur der Tageszeitung Die Welt, als Ressortleiter der Süddeutschen Zeitung und als Chefredakteur der Kompetenznetze.de. Darunter waren auch einige Bücher, etwa, und darauf bin ich besonders stolz, »Jüdisches Leben in Deutschland«. Im Jahre 2008 kam das erste als freier Journalist und Autor geschriebene Buch dazu: »Optimales Wohnen und Leben im Alter«, ein Stern-Ratgeber. Und nun der erste Roman: »Richter ohne Sühne«. So unterschiedlich die Themen der Bücher auch sein mögen, sie haben alle einen Grund: fachliches Interesse und persönliche Betroffenheit.

   


Ettore Ghibellino
, Jahrgang 1969, ist promovierter Jurist mit Befähigung zum Richteramt und Magister Juris aus Oxford. Aufgewachsen in Italien und Deutschland, Studium in Tübingen, Belfast, Oxford, Speyer, Rom und Bayreuth. Seit 2001 lebt er als freier Autor in Weimar. Er ist Herausgeber des Werkes des von ihm wiederentdeckten römischen Dichters Giuseppe Maccari (1840-1867). Seit 2003 erregt Ghibellino mit seiner Doppelbiographie Aufsehen, die seine These von einer geheimen Liebe zwischen Goethe und der Herzogin Anna Amalia zum Thema hat, . Er ist Vorsitzender des Anna Amalia und Goethe Freundeskreises e.V. und Gründer der Anna Amalia und Goethe Akademie zu Weimar.