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Montag,
7. Februar 2011 |
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Immer wieder Bücher ![]() Foto: Münchner Merkur Ein Abend für Wolfgang Pollner Münchner Merkur Fotos |
mit Anatol Regnier ![]() Foto. Knaus - © Anne Kirchbach Anatol Regnier ist der Sohn von Pamela Wedekind und Charles Regnier. Er hat klassische Gitarre studiert und ist als Schriftsteller, Musiker, Chansonsänger und Lehrer tätig. Der Enkel von Frank Wedekind hat inzwischen zwei Bücher über seine Familie publiziert, er lebt in München und Ambach. |
und Sabine Zaplin ![]() Foto Herbig Verlag :© Volker Rebhan Sabine Zaplin hat bereits mehrere Romane veröffentlicht, Bücher übersetzt und ist als Journalistin u.a. für den Bayerischen Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung tätig. Sie hat auch als Schauspielerin und Regisseurin gearbeitet. Sabine Zaplin lebt in Gauting. |
sowie Bürgermeister Christoph Göbel
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Im Jahr 2011 kann die Literarische Gesellschaft Gräfelfing den 90. Jahrestag ihrer Gründung feiern. Hierzu sind für die 2. Jahreshälfte besondere Veranstaltungen und eine Festmatinee geplant. Wir beginnen dieses Jahr – passend zum Jubiläum – mit einem Abend für Wolfgang Pollner. Der Gräfelfinger Buchhändler war über 35 Jahre Vorsitzender der Gesellschaft und setzt sich weiterhin als Ehrenvorsitzender tatkräftig für ihre Ziele ein. Wir laden die Mitglieder der Literarischen Gesellschaft und alle Interessierten zu einem literarisch-musikalischen Abend ein. Gräfelfings Bürgermeister Christoph Göbel hat sich ein paar Gedanken zu Wolfgang Pollner und der Literarischen Gesellschaft gemacht. Aus ihrem ganz neuen Roman "Alle auf Anfang" liest die Gautinger Autorin Sabine Zaplin. Anatol Regnier erzählt von seinem Großvater und liest aus seiner Biografie "Frank Wedekind. Eine Männertragödie". Er singt und spielt natürlich auch eine kleine Auswahl aus Wedekinds Balladen, Moritaten und Chansons. Zudem gibt es einen kleinen Film über Wolfgang Pollner. Mit weiterer Musik (Joseph Haydn, Streichquartett Es-Dur, Op. 9,2) wird das Programm abgerundet. (Emanuel Wiesler und Florian Simons, Violine, Veronika Stross, Viola, Felix Stross, Violoncello) Unsere Gäste können dann bei einem kleinen Imbiss auf Wolfgang Pollner und sein „Leben mit Büchern und mit der Literarischen Gesellschaft“ anstoßen. |
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"Kein Mann kann wissen, was eine Frau empfindet."
Die Amoralität der Lust – die große Biographie über den Dramatiker Frank Wedekind
Frank Wedekind war nicht nur seinen
Zeitgenossen ein Rätsel. Die Literaturwissenschaft tut sich bis heute
schwer mit ihm und sieht ihn irgendwo zwischen Verklemmung und sexueller
Obsession. Sein Enkel Anatol Regnier öffnet nun einen neuen Blick auf
diesen zutiefst widersprüchlichen Menschen.
Seine besten Gedichte schrieb er im Alter
von 18 Jahren, doch der Erfolg blieb Frank Wedekind (1864-1918) lange
versagt. Zu sehr karikierten und entlarvten seine Gedichte und
Theaterstücke die bigotten Moralvorstellungen der wilhelminischen Zeit.
Heute gehören „Frühlings Erwachen“ oder „Lulu“ zum Repertoire von
Theatern in aller Welt, doch noch immer rufen die Stücke Unverständnis
hervor. Wedekinds Frauenbild war geprägt von der schwierigen Ehe seiner
Eltern und seiner tief wurzelnden Angst vor der männervernichtenden
Lustfähigkeit der Frauen. Am Ende fühlte er sich von der zwei Jahrzehnte
jüngeren Tilly in eine Ehe gedrängt, die unglücklich endete.
Gestützt auf umfangreiches, bisher unveröffentlichtes Material gelingen Anatol Regnier erhellende Einblicke in die Innenwelt eines Mannes, der sich zeitlebens mit seinem Begehren nicht aussöhnen und sich von der vermeintlichen amoralischen Lust der Frauen nicht lösen konnte – und der diese starken Emotionen in genialer Form auf die Bühne brachte. (Quelle) - SPIEGEL - Leseprobe |
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Wenn alles zerbricht Ein Unfall setzt das Leben von sieben Menschen zurück auf Anfang. Er verstrickt sie in ein nie geahntes Beziehungsgeflecht. Claudia, Ehefrau und Mutter, begegnet ihrer ersten Liebe. Der sechzehnjährige Internetjunkie Jasper will ein Zeichen setzen und verursacht eine Tragödie. Bela, der ihn beobachtet, sieht seine Chance auf ein besseres Leben. Was wird sein, wenn die Nacht vorbei ist? Mit einer am Film orientierten Schnitttechnik verknüpft Sabine Zaplin die Schicksale ihrer Figuren zu einer gemeinsamen Geschichte − furios, eindringlich und bewegend. (Quelle) Ein moderner und rasanter Episodenroman im Stil der Kinofilme L.A. Crash und Magnolia. |
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Bürgerschreck und Suppenkaspar |
Ein Adliger der Seele |
Einblicke ins Familienarchiv |
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Frank Wedekind wurde am 24. Juli 1864 in Hannover geboren. Ab 1890 arbeitete er in München für den "Simplizissimus". Für ein dort veröffentlichtes politisches Gedicht erhielt er drei Monate Festungshaft wegen Majestätsbeleidigung. Wedekind trat auch als Schauspieler auf. Er war ein Bohemien, das Antibürgerliche war sein Element. In allen seinen Werken hat er die Gesellschaft seiner Zeit entlarvt, verspottet und angeklagt. Er hatte einen untrüglichen Instinkt für die Möglichkeiten und die Wirkungen der Bühne. Vom Naturalismus wandte er sich ab, dem Expressionismus bahnte er den Weg und wurde so eine der zentralen Figuren des modernen Dramas. Mit der Schauspielerin Tilly Newes hatte Wedekind zwei Töchter, Pamela und Kadidja. Er starb am 9. März 1918 in München. |
Charles Regnier, * 1914 in Freiburg/Br, war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Übersetzer. Er war er einer der meistbeschäftigten deutschen Theater- und Filmschauspieler in den 1950er- und 1960er-Jahren. Seine eigenwillige, dezidiert intellektuelle Spielweise und sein zuweilen leicht spöttisch wirkendes, distanziertes Auftreten wurden, auch in vielen Boulevardstücken, zu seinen Markenzeichen. Er verfasste darüber hinaus auch Drehbücher und machte sich einen Namen als virtuoser Übersetzer französischer Autoren wie Jean Cocteau, Jean Giraudoux, Georges Simenon, Sidonie Gabrielle Colette und François Mauriac, aber auch britischer Schriftsteller wie William Somerset Maugham. Aus der ersten Ehe mit der Schauspielerin und Sängerin Pamela Wedekind, mit der er von 1941 bis zu ihrem Tod 1986 verheiratet war, gingen drei Kinder hervor: die Schauspielerin Carola, Anatol und die Geigerin Adriana. Von 1989 bis zu seinem Tod 2001 war Charles Regnier mit der Schauspielerin Sonja Ziemann verheiratet |
1945 in St. Heinrich am Starnberger See geboren, war Anatol Regnier Gitarrist und Lehrer am Richard Strauss Konservatorium in München, bevor er im Alter von 50 Jahren professionell zu schreiben begann. Lebte in Israel und Australien. Buchveröffentlichungen: "Damals in Bolechów - eine jüdische Odyssee", "Du auf deinem höchsten Dach - Tilly Wedekind und ihre Töchter". 2005 veröffentlichte Regnier eine Audio CD "Greife wacker nach der Sünde" mit Bänkelliedern und Gedichten seines Großvaters Frank Wedekind, die er gemeinsam mit seiner Schwester Carola Regnier interpretierte. Kurzgeschichten bei Rowohlt, Steidl, dtv. Ernst Hoferichter Preis 2005.- Interview - SPIEGEL - ![]() |
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Anatol Regnier ist bereits eine Art ständiger
Gast in der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing. 1997 stellte er sein Buch "Damals in Bolechów - eine jüdische Odyssee" vor. 2004 las er dem "unerwartet dicht gedrängten Publikum" in der Gemeindebücherei aus seiner Familienbiographie "Tilly Wedekind und ihre Töchter." vor, Der Münchner Merkur schrieb damals: "Die Gräfelfinger waren fasziniert von der Begegnung mit Größen des vergangenen Jahrhunderts ... Und nicht zuletzt die amourösen Details werde es sicherlich sein, die manchen von ihnen dazu bringen den vollständigen Text zu Hause nachzulesen." 2005 präsentierte er mit Monika Sutil im restlos ausverkauften Bürgerhaus Erika Manns Exilkabarett "Die Pfeffermühle". Und 2008 brachte Anatol Regnier mir Rosel Zech, wieder begleitet von Monika Sutil, ihr Ringelnatz-Programm "Die Löcher sind die Hauptsache an einem Sieb". Und die Presse schrieb: ".. [es] .. streicht mehr als nur ein Hauch von 'Alter Simpl', der Anarchistenkneipe der Kathi Kobus, über die Bühne im Bürgerhaus Gräfelfing" |
Sabine Zaplin hat viele Veranstaltungen der
Literarischen Gesellschaft Gräfelfing mit ihren erfrischenden und klugen
Besprechungen in der 'Süddeutschen Zeitung' begleitet.
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Leider hat
der neue Lokalteilteil der SZ kaum noch Platz für Kulturberichte dieser Art
übrig |
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Wolfgang Pollner,
geb. 1942 in München, erwarb 1974 die kleine Bücherstube
Müller (vormals Wohlgemuth) in Gräfelfing,
damals noch an der Ecke Bahnhof- / Rottenbucherstraße. Im gleichen Jahr
wurde ihm, als Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden
Werner Lehmann, die Leitung der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing
übertragen. Dieses Amt übte er über 35 Jahre aus,
immer auch tatkräftig unterstützt von seiner Frau Ursula.
Er konnte über die Jahre hinweg ungezählte namhafte
Referenten aus allen denkbaren
Bereichen gewinnen (s. Archiv)
und mit dem sehr hohen Niveau dieser Veranstaltungen
auch viel für Gräfelfings Ansehen
als attraktiver Vortragsort
tun. |
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