1. Februar
20
12
 

In der
Gemeindebücherei Gräfelfing

im Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz 

In Zusammenarbeit mit der

In der Reihe: Autoren aus Gräfelfing und dem Würmtal                              


Binette Schroeder


(Foto:Ute Karen Seggelke)
 

Ritter Rüstig & Ritter Rostig

Oder:
Wie aus einem Streit unter Nachbarn
ein Kinderbuch dazu entsteht

Ein Blick in die Werkstatt
einer Illustratorin
( mit Bildern )

Münchner Merkur


Aus geringsten Anlässen kann – jeder kennt das – zwischen Kindern, Freunden oder Nachbarn ein Streit entstehen. Da genügt schon ein überhängender Ast oder – wie in diesem Bilderbuch – eine an der Grenze wachsende Blume.

In ihrem Vortrag berichtet Binette Schroeder, wie sie aus eigenem Erleben zu diesem Thema fand und in welchen Schritten sich daraus ihr Bilderbuch „Ritter Rüstig & Ritter Rostig“ (Nord Süd Verlag, 2009) entwickelt hat.

Viele Vorstudien und Skizzen illustrieren einen außergewöhnlichen Entstehungsprozess, der am Ende zu Bildern führte, die man bei dieser Illustratorin vielleicht nicht erwartet hat, die aber dennoch sehr charakteristisch für sie sind.

Binette Schroeder stammt ursprünglich aus Hamburg, wuchs in Bayern auf und hat in München und an der Schule für Gestaltung in Basel Gebrauchsgrafik studiert. Sie lebt seit 1978 mit ihrem Mann Peter Nickl in Gräfelfing und ist als selbständige Grafikerin und Illustratorin tätig.

Zu ihren bekanntesten Büchern zählen „Lupinchen“ (1969), „Florian und Traktor Max“ (1971), „Die wunderbaren Reisen und Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen“ (1977), „Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich“ (1989), „Laura“ (1999). die „Schattennähmaschine“ und „Die Vollmondlegende“ von Michael Ende.




„Aber leider gibt es fast immer ein Aber.“

FAZ: "
Bühnenrausch im Bilderbuch: Mit „Ritter Rüstig & Ritter Rostig“ macht Binette Schroeder, die Doyenne der deutschen Kinderbuch-Illustratorinnen, sich selbst das schönste Geschenk zum siebzigsten Geburtstag."



Geschenk des Zaubervogels
Ein Zaubervogel lässt ein Samenkorn fallen


Zwei Rittersleute leben mit ihren lieblichen Frauen auf benachbarten Burgen und sind seit undenklichen Zeiten aufs Engste miteinander befreundet, so eng, dass sie im Lauf der Jahre sogar die trennende Burgmauer verfallen ließen. Wegen der außerordentlichen Schönheit einer Blume geraten sie allerdings eines Tages in einen heillosen, unentwirrbaren Streit. Am Ende ist es die Natur, die auf kluge Weise nachhilft und beiden Parteien die Chance bietet, sich wieder zu versöhnen.
 Es ist kein Ritter-Buch im herkömmlichen Sinne, sondern eines, das von Freundschaft, Glück und Streit, kurz von der Zerbrechlichkeit einer Freundschaft erzählt. Ein schönes Bilderbuch über Streit und Versöhnen, über Neid und Missgunst und wie man es lernen kann, sich gemeinsam an etwas zu freuen, ohne es für sich allein zu reklamieren:

Quelle: Klappentext

Wie in einem Stück auf der Theaterbühne erzählt Binette Schroeder die zeitlose Geschichte von glücklicher Freundschaft und zerstörerischem Streit. In anmutigen Szenen bewegen sich Ritter Rüstig und Frau Amarone, die mit Ritter Rostig und seiner Salbadrine auf ihren Burgen in Freundschaft nebeneinander leben. Als an der zerfallenen Grenzmauer eine liebliche Blume erblüht, erwachen Missgunst und Streit. Besonders aussagekräftige Wort- und Bildsprache gelingt der Autorin und Künstlerin, als sie auf je einer Doppelseite die beiden Paare phantastische Schimpfworttiraden losfeuern lässt und im Winter eine Mauer aus Eis die Kälte der Beziehung symbolisch verstärken lässt - passend in dunklen, kalten Farbtönen. Collagen, kunstvoll bearbeitete Details und kostbare, dekorative Elemente sind in die Bildkomposition eingesetzt. Die frei gestalteten, dramatischen Szenen nehmen den Betrachter durch ihren Farben- und Formenreichtum gefangen. Quelle u.a.

FAZ - GEW -



E
ine wunderschöne Blume wächst genau dort,
wo früher eine Mauer stand

Amarone düngt sie mit Hühnermist und die herbeigeeilte Salbadrine gibt ihr ausreichend Wasser. Die wunderbare Blume wird über fünf Meter hoch und wird zum Treffpunkt der Vier: "Jeden Tag sangen, speisten , lachten und tanzen sie unter der Blume. So schön war das Leben!"


Quelle: Goethe-Institut
 

Binette Schroeder wurde 1939 in Hamburg geboren und wuchs im bayerischen Garmisch Partenkirchen auf. Nach einem Grafikstudium an einer Münchener Privatschule ging sie in die Schweiz und studierte in Basel an der damaligen Allgemeinen Gewerbeschule, (heute Hochschule für Design) Gebrauchsgrafik, Typografie, Fotografie und Lithografie. Die Schule, die damals noch streng auf das Unterrichtskonzept des Bauhauses ausgerichtet war, lehrte sie das, was für ihre Arbeit als Illustratorin so wichtig werden sollte, das fundierte Handwerk des Grafikers in allen Facetten seiner technischen Ausdrucksmöglichkeiten. Bereits mit Lupinchen, ihrem Erstling, gelang ihr 1969 der künstlerische Durchbruch. Das Buch wurde wie andere ihrer Bücher auch mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Ihre Bücher wurden in insgesamt zwanzig Sprachen übersetzt. Für ihr künstlerisches Gesamtwerk erhielt sie 1997 den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteratur-Preises und 2004 den Großen Preis der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Volkach.. Seit 1971 lebt sie mit ihrem Mann Peter Nickl in der Nähe Münchens.   Quelle: NordSüdVerlag


Vita - Wikipedia -
Schloss Blutenburg (seit 2005 Dauerausstellung): Das Binette-Schroeder-Kabinett -
Ausstellung im Wilhelm-Busch-Museum Hannover 2003 - Autorenporträt Weltbild - Kunstkreis Gräfelfing (2000) Ausstellung "Die Gazelle im Ballsaal" - Bühnen der Phantasie. Dreissig Jahre Bilderbücher im Nord-Süd Verlag - Zürich: Schweizerisches Jugendbuch-Institut 1999/2000
„Binettes Geister – Eine Hommage“ 2009/10 - Literaturhaus Berlin - Tagesspiegel -


 Tschechoslowakei MiNr. 3093 Ausgabetag: 2. September 1991

Bücher von Binette Schroeder
»Ich möchte den Kindern kleine Bühnen der Fantasie malen, die sie dazu verlocken, hineinzuwandern,
bis hin zu den verschwimmenden Horizonten, die neue Ausblicke in noch fernere Welten zu versprechen scheinen.«


Für jedes ihrer Kinderbücher wählt Binette Schroeder eine ganz eigene künstlerische Ausdrucksweise.
 
'Sie variiert ihre Blätter mit Gouache, Aquarellkreiden und -stiften auf weißem oder farbigem Karton und kreiert mit ihren Bildräumen kleine "Bühnen der Fantasie",
in denen ein unwirkliches Licht unwirkliche Schatten wirft, und in denen die Phantasie wandern und auf Entdeckungsreisen gehen kann.'

 
Einige dieser immer wieder mit internationalen Preisen ausgezeichneten Kinderbücher sind gemeinsame Projekte mit ihrem Ehemann Peter Nickl, der die Texte schrieb oder bearbeitete.
 
Das Gesamtwerk wurde 1997 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und 2004 mit dem Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. Volkach ausgezeichnet.
    

                         ... und ein Hut auf der Marke auf einem Briefumschlag

  

1969 marschierte sie mit zwei Bildern auf die Frankfurter Buchmesse: Auf dem einen war ein kleines Mädchen namens Lupinchen mit dem Vogel Robert zu sehen, auf dem anderen machten Mister Humpty Dumpty und Herr Klappaufundzu Lupinchen ihre Aufwartung. Der Verleger des schweizerischen Nord-Süd-Verlags war begeistert. Binette Schroeder lieferte am nächsten Morgen die Geschichte zu den Bildern und in den folgenden Monaten die restlichen Illustrationen. Seitdem ist sie Kinderbuchautorin.

 

Ritter in vielen Sprachen

„ein Buch über Freundschaft muss ein gutes Ende haben!”