Donnerstag, 26.03.2020
20 Uhr

Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz  
 

 Literarische Gesellschaft Gräfelfing

zuvor um 18 Uhr
Mitgliederversammlung

´Beide Veranstaltungen leider abgesagt !


Dr. Dirk Ippen

„Was mein Berufsleben bestimmt hat, ist das Interesse an wirtschaftlichen Dingen
und der Wunsch, etwas zu gestalten.“



tz ©  Marcus Schlaf

"Mein Leben mit Zeitungen"

Sein Verlagskonglomerat ist die fünftgrößte Zeitungsgruppe Deutschlands
 



"Gute Zeitungsartikel müssen so etwas wie 'Liebesbriefe' an die Leser sein."



In seiner Autobiographie berichtet der Gräfelfinger Verleger unterhaltsam über fast sechs Jahrzente Medienarbeit
 


Karten nur an der Abendkasse


Eintritt: 10

Schüler und Studenten: 5 €
Schülergruppen: 3 € pro Person

Mitglieder: frei


Dr. Dirk Ippen lebt in Gräfelfing, ist Mitglied der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing, Liebhaber von Gedichten und Herausgeber von Lyrik-Anthologien; er kann auch viele Gedichte auswendig deklamieren. Vor allem ist er aber ein engagierter und sehr erfolgreicher Zeitungsverleger. Und das in einer Zeit, in der vor allem Tageszeitungen ums Überleben kämpfen. Dirk Ippen, zu dessen Gruppe insbesondere der „Münchner Merkur“ und die „tz“ gehören, erzählt in seinem Buch von seinem Weg als Medienunternehmer.  Ein starkes Motiv dafür, über sein Verlegerleben zu schreiben und zu reden, ist auch, junge Menschen dazu anzuregen, ihre Kräfte unternehmerisch einzusetzen. In jedem Fall gibt es viel zu lernen, wenn Dirk Ippen von seinem Leben mit Zeitungen erzählt und schildert, wie aus einem kleinen Standortbetrieb ein deutschlandweit agierendes Medienunternehmen werden konnte.
 


Dirk Ippen wurde 1940 in Rüdersdorf bei Berlin geboren, ist promovierter Jurist, war ab 1968 im väterlichen Unternehmen „Westfälischer Anzeiger“ tätig, auch als Chefredakteur. 1982 erwarb er die Mehrheitsbeteiligung am Münchner Zeitungsverlag und war bis 2000 geschäftsführender Gesellschafter. Er steht an der Spitze der fünftgrößten Zeitungsgruppe Deutschlands, zu der zahlreiche Blätter gehören. Sein Buch erschien im November 2019.

Ein in Berlin geborener Ruhrgebietler mit ostfriesischen Wurzeln ist in Oberbayern der Heimatstifter schlechthin. - Vorfahren väterlicherseits, Marschbauern, hatten über Jahrhunderte ihre Wurzeln in Ostfriesland - Er selbst beschreibt seine Familie als klassische liberale deutsche Bildungsbürger. Dadurch gewann er ein Gefühl für die Schönheit und Kraft der deutschen Sprache. -  Die Mutter war in der Goethe-Gesellschaft engagiert, seine Frau ist eine Cousine des verstorbenen Schriftstellers und Joyce-Übersetzers Hans Wollschläger. - Ein altersloser Endsiebziger, passionierter Bergwanderer, eine sportlich-elegante Erscheinung, dezent gebräunt. Der Tonfall verrät nach mehr als dreißig Jahren den Zugereisten. - Er ist evangelisch-gelassen, ehrgeizig und bescheiden und arbeitet nach dem Prinzip „Üb immer Treu und Redlichkeit“.

"            


Neben seinem Vater Rolf Ippen macht er als wichtigen Einfluss vor allem den Essener Verleger Erich Brost aus, schildert seine Erinnerungen an Alfred Neven DuMont und Axel Springer, an Franz Josef Strauß und Leo Kirch. Auf ihre Weise prägend werden die Jahre in den USA. Im Mittelpunkt stehen jedoch vor allem die lokalen und Kreis-Zeitungen, ein Bereich der Presse, über den nach Ansicht des Autors „sonst eigentlich nie geschrieben wird“ – und hier noch einmal ganz besonders der „Münchner Merkur“, dessen Erwerb und Ausbau gleich mehrere Kapitel gewidmet sind. (Quelle: BDZV)
 


"Für uns ist jeder Ort, an dem wir erscheinen, der Mittelpunkt der Welt"
D
ort, wo die Leser schon nicht mehr nur Interesse an Weltpolitik haben, sondern ihre kickenden Kreisklassenkinder auch in der Zeitung sehen wollen.

„Gut geschrieben, unterhaltend und lehrreich lässt er seine Leser*innen an Erfolgen und einigen Misserfolgen teilnehmen.“ presseforschung.de, Andreas Vogel

Eine Fundgrube für jeden, der in der Wirtschaft seine eigenen Wege gehen will.
(bücher.de)


"Es ist ein großes Glück,
erfolgreich etwas gestalten zu können“
-
 
„Diese Freiheit hat außer dem Unternehmer
sonst nur der Künstler.“

Die tz schrieb:
Mindestens drei Dinge erkennt man an ihm ....
Erstens: Ippen schaut selbst auf ­einen Plausch bei seinen Mitarbeitern vorbei, statt sie zu sich ins Büro zu zitieren.
Zweitens: So nahbar er ist, bei Entscheidungen  -auch übers Personal - kann er knallhart sein.
Drittens: Die Lockerheit endet schlagartig, wenn einer das Lokale geringschätzt, verspottet, als Vieh- und Kaninchenzüchterwelt missinterpretiert. „Anflüge von geistigem Hochmut“ nennt Ippen das, und die sind ihm fremd. (tz 16.11.19)
 
Luther-Rose Preisträger 2011 
"Seine norddeutsche Festigkeit, die Prinzipientreue des Protestanten und die daraus erwachsenden Werte eines ehrbaren Kaufmanns bildeten die Fundamente seines vielseitigen Engagements im privaten, wie auch im unternehmerischen Bereich. "

"Kein glamouröser Partylöwe, auch kein politischer Missionar,
aber einer der erfolgreichsten Verleger:
Für Dirk Ippen ist es wichtig, dass seine Heimatzeitungen
mit den Lesern eine Solidargemeinschaft bilden.
Neben dem Kaufmann und dem Publizisten gibt es noch
eine dritte Seite beim Chef des Münchner Zeitungsverlags:
den Schöngeist."
 


Aus dem Vorwort: "Zur Lesernähe gehörte für mich auch, den eigenen Lebensstil im Rahmen des Normalen zu halten. Grandhotels und Luxusyachten wie andere teure Hobbys habe ich auch deswegen möglichst gemieden, weil unsere Leser dort kaum zu finden waren."
 


Wikipedia - Ippen-Gruppe - Markt Gruppe Holding GmbH & Co. KG - Markt.de - Ippen digital - Ippen Digital Media GmbH - extratipp.com - merkur-tz-mediacenter - Ippen-Stipendium - Kunstbuchverlag Hirmer - Historisches Lexikon Bayerns - kress pro - Der Stern - wordpress - turi2 - ARD-alpha: Kanzelrede - 50 Jahre Verleger beim Westfälischen Anzeiger - 70 Jahre Münchner Merkur - Zeitung Münchner Merkur - Geschichte, Verbreitungsgebiet und Abo - Merkur: "Es muss die Wahrheit sein, worüber Medien berichten" - Ev.Akademie Tutzing: Podiumsdiskussion über die „Zukunft der Medien“ (1.4.2019) - Erfolge - und ihr Geheimnis - Sonntags-Stammtisch (2013) - Hilton-Talk (2014) -


Viele Leser kennen Dirk Ippen nicht nur aus dem Impressum, sondern auch als Schreiber. Die Kolumne "Wie ich es sehe" ist ihm seit 15 Jahren ein Herzensanliegen. „Dazu nehme ich als gelernter Nonkonformist überwiegend Standpunkte ein, die gegen den allgemeinen ,Strich‘ gebürstet sind“, so Ippen. „Nach der alten Schwaben-Weisheit: ,Oh glaubet nicht alles, was ihr meinet‘.“

Ein aktueller Kommentar von Dirk Ippen im Münchner Merkur Ende Februar unter dem Titel "Der Rest ist Schweigen" beschäftigte sich z.B. -
anhand des Todes einer beliebten lokalen Fischhändlerin "in unserem Landstädtchen mit S-Bahn-Anschluß" -
mit dem Verschwinden unzähliger kleiner Betriebsgemeinschaften von Selbständigen mit ihrem Team.
(s.a. Facebook Kreisbauernverband Waldeck)
 
Im Februar 2013 besuchte Dirk Ippen schon einmal
die Literarische Gesellschaft Gräfelfing
und sprach zum Thema

Vom gesprochenen Wort zum Zeitalter der verbundenen Sozialnetze

"Gut geführte Zeitungen sind auch heute noch stabile Wirtschaftssunternehmen ...
... und viele Menschen wollen immer noch
beim morgendlichen Kaffee
ihre Zeitung auch in der Hand halten."


  http://literarische.de/13-1/Presse-Ippen.htm


Münchner Merkur

Alt-OB Christian Ude und Verleger Dirk Ippen im SPD-Kulturforum Dez. 2014 über Münchner Zeitungen
Bekenntnis von
Ude: Dass nämlich der Münchner Merkur seit längerer Zeit den besten Lokalteil in der Stadt München herausbringt: „am verlässlichsten, am präzisesten“,  ... „Ich bedauere sehr, dass er in der Stadt – im Gegensatz zum Land – kaum eine Rolle spielt.“


Das Unternehmersein ist für Ippen wie Berg-Wandern. „Da gibt es verschlungene Pfade ­ohne Orientierung. Aus denen muss man sich erst mühsam frei arbeiten in höhere Gefilde mit Überblick.“ Natürlich geht es darum, Gipfel zu stürmen. Aber genauso wichtig ist der Weg zum Gipfel. Oder in den Worten des Verlegers: „Meine ausgesprochene Neigung zur Expansion ist auch eine Art Neugier.“
 

Die Erinnerungen enden mit 14 Leitlinien,
die der Verleger für sich entwickelt hat, etwa:
 „Schaffe ein Unternehmen für Unternehmer;
lerne von Mitarbeitern aller Ebenen;
jeder hat einen Traum – sorge dafür,
dass auch andere ihren Traum verwirklichen können.“

           
Bücher von Dirk Ippen


"Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, ist das kein Versagen oder gar eine Schande."