Dienstag, 11.02.2020
 

 Literarische Gesellschaft Gräfelfing


Prof. Dr.
C. Bernd Sucher



Foto: ©  Thomas Dashuber

"Mamsi und ich"

Die Befreiung
von meiner Mutter

Presseartikel
 

 

„Sie hat mich belogen.“ Damit beginnt C. Bernd Sucher sein sehr persönliches autobiographisches Buch, das die schwierige Beziehung zu seiner Mutter offenlegt.

Die übergeordnete Frage lautet: Wie haben die Erfahrungen ihrer Eltern die Nachkriegsgeneration geprägt? Und wie gilt das im Besonderen für die Kinder von KZ-Überlebenden?

Sucher schildert seine Mutter als stolze und starke Frau, die  als Jüdin im „Dritten Reich“ in den 40er-Jahren verfolgt, ins KZ deportiert wurde und knapp überlebte. Nach dem Krieg heiratet sie einen konservativen Protestanten, willigt ein, ihre Kinder christlich zu erziehen, was sie jedoch lebenslang quälte. Dass ihr Sohn sich für den jüdischen Glauben entschied, sah sie dennoch kritisch.

„Mamsi“ trieb ihren Sohn unerbittlich an, das im Leben zu erreichen, was ihr verwehrt geblieben war. Suchers Buch, das unter die Haut geht, ist Spurensuche und Geschichte seiner Emanzipation zugleich.


C. Bernd Sucher
geboren 1949 in Bitterfeld, ist in Hamburg aufgewachsen,   Literaturwissenschaftler, promovierte über Martin Luther und de Juden. Er war von 1980 bis 1999 Theaterkritiker bei der „Süddeutschen Zeitung“, ist seit 1996 Professor für Theater-, Film- und Fernsehkritik an der Hochschule für Fernsehen und Film München und leitet an der Theaterakademie August Everding den Ergänzungsstudiengang Theater-, Film- und Fernsehkritik.. Seit 1999 ist er mit der literarischen Vortragsreihe „Suchers Leidenschaften“ unterwegs und begeistert ein großes Publikum, auch im BR und arte. Zahlreiche Bücher, zuletzt
(2019) „Mamsi und ich“.

Seine Mutter Margot, geb Artmann, starb 2005
im Alter von 80 Jahren. 
Das Buch endet mit diesen Sätzen:
“Meiner Mutter hätte dieser Auftritt sehr missfallen. Ich bin erwachsen.”
 

 


Der erste Abend unseres Frühjahrsprogramms ist einem aufregenden Buch und seinem Autor C. Bernd Sucher gewidmet. Leser der SZ erinnern sich an den Feuilleton-Redakteur, Theaterversteher und Theaterkritiker. Er ist zudem Autor zahlreicher Bücher, erfolgreicher Gestalter von „Suchers Leidenschaften“ und Professor an der Hochschule für Fernsehen und Film München.


"Ich bestimme, wann mein Sohn Fieber hat"


"Mamsis Erziehung glich einer Dressur.  Bekam ich in der Schule einen Einser, durfte ich mir ein Schnitzel wünschen oder ein Eis. Bei einem Dreier schämte sie sich und jammerte, dass sie nicht glauben könne, so ein unbegabtes Kind in die Welt gesetzt zu haben.“

"Im Zentrum meines Planetensystems stand die Mutter. Der Vater war ein Nebentrabant, der kreiste eben mit."
 


Foto: privat
 

La Yiddishe Mama
by Charles Aznavour
 

„Liebe Mamsi“, beklagt sich der damals 30-jährige C. Bernd Sucher, „seit ich denken kann, nörgelst du an mir herum. Schlimmer: Du hast mich gemaßregelt. Du hast mich verletzt. Du hast mich verraten. Und ich erinnere mich nicht, je von dir geküsst worden zu sein.“


"Dieses Buch ist keine Abrechnung, sondern ich sage eigentlich, wie sehr ich sie liebhabe."


Aus Besprechungen von "Mamsi und ich"

Vom Leben mit einer übermächtigen Mutter - Gewidmet einer Tragödie - Er muss nur recht geraten -Verstörend, betörend, berührend - Schläge mit der siebenstriemigen PeitscheZwei Befreiungsgeschichten in einem Buch - Schwarze Pädagogik / Anrührende Chronik - Suchers Spuren - Bekenntnisse eines Muttersohns - Erschütternde Märchenhaftigkeit - Sie kam aus „der Hölle“: Wie soll man da widersprechen? - Der Wiedergutmacher - 


Bayern 2 Eins zu Eins.
 Der Talk
10.2.2020

Piper-Verlag - Frankfurter Rundschau - BR24 - NDR-Kultur - WDR 3 Mosaik - Deutschlandfunk - SWR 1 Leute - Der Tagesspiegel - Abendzeitung - Zeit Online - Buchmarkt - Nachtkritik - Der Semit - Monalisablog -

"
Ja, ich bin ihr nähergekommen. Weil ich noch besser verstand, dass sie nur so erziehen konnte. Denn wenn jemandem das angetan wurde, was meiner Mutter angetan wurde, und das in diesem Alter – sie war Jahrgang 1925 und 17 Jahre alt, als sie ins KZ kam – da kann man wahrscheinlich, wenn man sich nicht selbst das Leben nimmt, nur so weiterexistieren, wie sie es tat. Es ist ein Wunder, dass sie zwei Kinder hat zeugen können und diese Kinder erzogen hat."
 

C. Bernd Sucher


Ein leidenschaftlicher Liebhaber des Theaters, der Literatur, der Musik und des Films stellt seine Lieblingswerke in einer neuen Serie vor:
C. Bernd Sucher, der bekannte Journalist, Autor und Professor für Kulturkritik, hat mit Suchers Welt nun seinen Kanon verfasst: subjektiv, knapp und klug!


 
 

Wikipedia - Wikiwand - C.Bernd Sucher Preis - hff-muenchen - Zeitschrift Politische Studien-Zeitgespräch - S.6 - München in C.-Dur"
SZ: Der Begeisterer
Faible für Bühne, Geschichtenerzählen, große Auftritte: C. Bernd Sucher, Kritiker, Autor und Star der Bildungsbühnenschau "Suchers Leidenschaften" wird 70. -
C. Bernd Sucher ist inzwischen 70 geworden - und hat es noch immer nicht zu einem Chauffeur gebracht .... (Quelle: Interview in BR 2)
 

            


Prof. Dr. C. Bernd Sucher
ist  Mitglied verschiedener Jurys, Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste sowíe im PEN-Club.. Darüber hinaus arbeitet er als Buch- und Filmautor. Für die ARTE-Reihe Europas Erbe – Die großen Dramatiker hat er zwei Filme konzipiert und die Reihe wissenschaftlich begleitet. Mit seiner Lesereihe Suchers Leidenschaften ist er seit 1999 gemeinsam mit Studierenden und prominenten Theaterkünstlern in München und zahlreichen Städten Europas überaus erfolgreich. Die Reihe wird zudem im Fernsehprogramm des Bayerischen Rundfunks gezeigt. 

Die nächsten "Suchers Leidenschaften"  23.02.2020 Else Lasker-Schüler / 05.04. Simone de Beauvoir



         

Die Vorstellung begann um acht Uhr, als ich zwei Stunden später auf die Uhr schaute, war es 8.30 Uhr..... (Alfred Kerr - Theaterkritiker)
 




Foto: ©  Thomas Dashuber


Wenn Oscar nicht frisst: C. Bernd Sucher über Hundeliebe
BR24 6.2.2020

"
Kultur ist ein Lebensmittel ... nur über die Kultur wird ein Mensch kultiviert."


"Kritiker sind eitel  ... "

"Was muss ein Kritiker können?  Sehen - hören - erinnern; Schreiben lernen lernt sich leicht. "
 
Quelle: Opernfreunde München

Münchner Merkur
06,02.2020